Anne Frank Tag 2026 an der BBS Vulkaneifel Gerolstein

Geschichte erzählen – Verantwortung übernehmen

 Schülerinnen und Schüler der BBS Vulkaneifel Gerolstein beteiligten sich am Anne Frank Tag 2026 und setzten sich unter dem Motto „Geschichte erzählen“ mit Erinnerungskultur, Demokratie und gesellschaftlicher Verantwortung auseinander.


Am 12. Juni 2026 nahm die Berufsbildende Schule Vulkaneifel Gerolstein zum ersten Mal am bundesweiten Anne Frank Tag teil. Der Aktionstag setzt ein Zeichen gegen Antisemitismus sowie Rassismus und stärkt das Bewusstsein für Demokratie, Menschenrechte und gesellschaftliche Verantwortung und wird vom Anne Frank Zentrum organisiert. Im Jahr 2026 nahmen mit über 840 Schulen und mehr als 126.000 Schülerinnen und Schülern und somit so viele Menschen teil wie nie zuvor.

Unter dem diesjährigen Motto „Geschichte erzählen“ gestalteten die Schülerinnen und Schüler der BF2, des BVJS25B und des Grundkurses BGYT24 mit ihren Lehrern Herrn Funke und Frau Dockendorf-Broich eine vielfältige Ausstellung. An verschiedenen Stationen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler beispielsweise mit den Themen Widerstand, Freiheit und Gleichheit, Menschenrechte und Menschenwürde, Frauenrechte, Meinungsfreiheit sowie Religionsfreiheit. Die Schülerinnen und Schüler informierten nicht nur über diese Themen, sondern tauschten sich auch über Ängste und Ausgrenzung in der Geschichte und Gegenwart aus. Dabei wurde deutlich, dass Werte wie Freiheit und Gleichheit keineswegs selbstverständlich sind.

Im Rahmen des Projekttages besuchten die Schülerinnen und Schüler der BBS außerdem die Stolpersteine in Gerolstein. Dort informierten sie sich über die Schicksale von Menschen aus Gerolstein, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, entrechtet oder ermordet wurden. Die Stolpersteine und Lebensgeschichten machten die Geschichte unmittelbar erfahrbar und verdeutlichten, dass die nationalsozialistischen Verbrechen nicht nur an weit entfernten Orten stattfanden, sondern auch Menschen aus der eigenen Heimat betrafen.

Ein weiterer Bestandteil des Anne Frank Tages war die persönliche Reflexion über die Bedeutung des Erinnerns. Die Reflexionsphase wurde von allen als besonders tiefgründig und emotional empfunden. Die Schülerinnen und Schüler formulierten Sätze gegen das Vergessen wie „Erinnern heißt Verantwortung zu tragen“, „Gegen das Vergessen für Menschlichkeit“ oder „Zusammen gegen die Diskriminierung – wiederholt nicht die gleichen Fehler!“. Auch die persönlichen Beiträge zur der Thematik, wofür sie heute dankbar seien, regten jeden Einzelnen zum Nachdenken an. Sie äußerten Dankbarkeit dafür, leben zu dürfen, so sein zu können, wie sie sind, Freundschaften und Unterstützung zu erfahren sowie in einer Gesellschaft zu leben, die ihnen so viele Möglichkeiten bietet, weil Generationen vor ihnen für ihre Rechte gekämpft haben. Der gegenseitige Austausch förderte das Verständnis füreinander und schaffte ein Bewusstsein dafür, dass Freiheit und demokratische Werte keine Selbstverständlichkeit sind, sondern geschützt und verantwortungsvoll gestaltet werden müssen.

Die Teilnahme am Anne Frank Tag verdeutlicht das Selbstverständnis der BBS Vulkaneifel als Schule, die neben der beruflichen Bildung auch die Förderung von Demokratiekompetenz, Toleranz und gesellschaftlichem Engagement als zentrale Aufgabe versteht. Es ist wichtig, junge Menschen zu ermutigen, Verantwortung zu übernehmen, Vorurteilen entgegenzutreten und sich aktiv für ein respektvolles Miteinander einzusetzen.

Mit ihrer Beteiligung am Anne Frank Tag 2026 setzt die BBS Vulkaneifel Gerolstein ein klares Zeichen: Erinnern bedeutet nicht nur, Geschichte zu bewahren und aus ihr zu lernen, sondern auch, unsere gemeinsame Zukunft verantwortungsbewusst mitzugestalten.